De Indische Mijnspoorwegen
Der erste Personenzug im indonesischen Archipel verkehrte 1867 auf Java. Bereits 1849 hatte die Regierung jedoch den Schienenverkehr in der Kohlemine "Oranje Nassau" in Pengaron im Südosten Borneos eingeführt. Kohlebergbau unter der Leitung von Sultanen hatte im indonesischen Archipel zwar eine lange Tradition, jedoch ohne Eisenbahnverbindung.
Nach 1880 nahm die Zahl der Kohlebergwerke nach europäischem Vorbild zu, doch erst 1899 erreichte die erste Dampflokomotive den Bergbau in Niederländisch-Indien. Später kamen auch Lokomotiven mit Verbrennungsmotoren zum Einsatz, die entweder elektrisch oder mit Druckluft betrieben wurden.
Mehrere tausend Grubenwagen gelangten aus Europa nach Niederländisch-Indien. In der damaligen Kolonie selbst wurde kaum etwas hergestellt. Einige Bergwerke verfügten auch über Personentransporte, jedoch nur für ihr eigenes Personal. Die Wirtschaftskrise von 1929 führte zu einem verheerenden Niedergang der Bergwerke in Niederländisch-Indien, doch während der japanischen Besatzung kamen einige neue hinzu.
Von den in diesem Buch beschriebenen Kohlebergwerken und Grubenbahnen aus dem Zeitraum 1849-1958 gibt es im heutigen Indonesien nur noch ein einziges Kohlebergwerk niederländischen Ursprungs, das nicht nur noch existiert, sondern auch noch Kohle per Bahn transportiert.
Gerard de Graaf verbrachte über 20 Jahre mit Archivrecherchen und besuchte praktisch alle Bergwerksstandorte auf Java, Sumatra, Borneo und Sulawesi, um zu sehen, was noch von der Vergangenheit zu finden war.
Details
| Autor: | Gerard de Graaf |
|---|---|
| Ausführung: | 196 Seiten, 30.5 x 22 x 1.7 cm, gebunden |
| Abbildungen: | reich illustriert |
| Sprache: | Niederländisch |
| Verlag: | Uitgeverij de Alk B.V. (NL, 2020) |
| ISBN: | 9789059612327 |








